Als Anwohner war die Initiative Admiralkiez mit zwei Vertretern (von insgesamt 12) in der Jury des im letzten Jahr initiierten Ideenwettbewerbs vertreten. (auch die Interessengruppe “Musiker” war mit zwei Vertretern in der Jury präsent).

An der Preisverleihung am 18.11.2010 haben wir aus mehreren Gründen nicht teilgenommen:

  1. Die Jury war sich weitgehend einig, dass die nun prämierten Ideen nicht den Kriterien der Ausschreibung entsprechen, allenfalls in Teilen;
  2. Die prämierten Ideen bilden nicht den Grundtenor der eingereichten Vorschläge ab;
  3. Bei mehreren der ausgewählten Vorschläge gab es mehr Einschränkungen und Kritikpunkte, als – im Sinne der Zielsetzung des Ideenwettbewerbs –  positive Aspekte;
  4. Vorschläge, welche die Brücke und deren Umfeld (bis zum Urbanhafen) als Veranstaltungsort mit Bühne oder Amphitheater vor dem Urbankrankenhaus vorsehen, sind aus unserer Sicht nicht tragbar.

Da die überwiegende Zahl der nun prämierten Ideen einseitig zu Lasten der Anwohner gehen, können wir das Ergebnis so, als Vertreter der Interessen der Anwohner, nicht mittragen.

Einige Auszüge aus den nun prämierten Vorschlägen:

  • Die Brücke soll zu einem Aufenthaltsort mit robusten Sitzmöbeln entwickelt werden;
  • Die Grünfläche davor („Schnalle“) soll einbezogen und mit Sitzmöbeln und Bänken bestückt werden;
  • Die Anwohner sollen in Selbstverwaltung die Pflege der Anlage übernehmen;
  • Die Brückenbesucher sollten jeden Abend durch mehrere Anwohner auf der Brücke betreut und ggf. auf Fehlverhalten hingewiesen werden;
  • Einrichtung eines (oder mehrerer) Amphitheater am Urbanbecken (vor dem Urbankrankenhaus) zur Etablierung einer lebhaften Tanz- und Musikszene;
  • Verschiedene künstlerische Darbietungen mit einem Musikwettbewerb zu Beginn der Saison etablieren;
  • Lizenzen für Musiker auf der Brücke ausgeben, um mehr Abwechslung der vertretenen Musikstile zu schaffen;
  • Die Brücke soll zu einem anspruchsvollen Touristenpunkt werden.
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