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Wie erleben Sie, als Anwohnerinnen oder Anwohner, die Situation auf der Admiralbrücke?
Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen in einem Kommentar unter “Leave a reply” – wir sind an Ihrer Meinung interessiert!
Ihre Initiative Admiralkiez
43 Comments so far

MS on 22 May 2010 at 9:11 pm #
…ich hoffe, dass das Partyvolk in seinem Müll erstickt! Heute Morgen stank es auf der Brücke nach den Hinterlassenschaften der Nacht – einfach widerlich! Die Mülleimer qollen über, die Flaschen standen rumm, an den rumliegenden Pizzakartons war abzulesen, dass das Casolare viel zu tun hatte… “
Birgit on 30 May 2010 at 12:13 pm #
Das Partyvolk wird leider niemals “in seinem Müll ersticken” weil die BSR die Brücke jeden Morgen gründlichst reinigt. In den Strassen bleibt dann der Müll und vor allem die vielen Scherben oft tagelang liegen. Heute morgen (Sonntag) bin durch die nach Urin stinkende Eingangstür raus auf die Strasse und sofort Glas getreten. Bis zur Brücke 14 (!) Scherbenhaufen aus zerbrochenen Flaschen….
wa on 11 Jun 2010 at 10:35 pm #
Eure Fotos sind prima.Donnerstag war bis Freitag um 03.00 Uhr die Hölle.
Die Zuständigen sehen zu.Die Anwohner werden nur hingehalten.
Brian on 12 Jun 2010 at 7:28 pm #
Danke für die Wurfsendung heute!! Was für ein Zufall. Ich wohne am Fraenkelufer direkt an der Brücke. Zufällig habe ich erst gestern Nacht Dr. Schulz eine Mail gesendet. Im Anschluss an diesen Text zu lesen. Ich finde das das Fass schon lange voll ist. Es reicht und ich plädiere für eine baldige neue Versammlung. Die Menschen die da sitzen nennen das “Rückeroberung des freien Strassenlandes” glaube ich. Aber nicht mit uns. Den unsere Strasse die werden wir uns nicht nehmen lassen. Genug ist genug und ich hoffe das wir alle mitmachen unsere Brücke zurückerobern – das sind wir unserem Kiez schuldig.
****************
Mail an Bürgermeister Franz Schulz (auf-/zuklappen)
Das kann Ihnen nicht entgangen sein, das mit der Admiralsbrücke.
Dem Bürgermeister von Kreuzberg.
Hier gibt sich in den wenigen warmen Sommertagen, der Pleps, sonnen
gebräunt, wahrscheinlich/vielleicht arbeit suchend, besoffen, bekifft
und vor allem musizierend all abendlich ein Stell-Dich-Ein. Zur
Begeisterung Horden internationalen Rucksacktouristen.
Jeden Abend. Auf Kosten der Anwohner. Selbstverständlich.
So eine Party bei der Chefin vor dem Pergamon oder gar vor ihrer Tür –
undenkbar!
Was soll das? Es muss Ihnen am Hinterteil vorbeigehen, denn sonst gebe
„ES“ nicht: das ganze Theater.
Die zum Einsatz gebrachten Mediatoren sind Steuergelderverschwendung.
Wir haben bereits Juni, und die Party läuft.
Ab- und an rauscht auf leisen Solen auch mal ein Polizeiauto vorbei.
Warum eigentlich?
Es sind ja nicht die Menschen … sondern das Gegröle, das fallen
unzähliger Bier, Wodka und Weinflaschen, die Verstärker aus den
Roben&Wintjes Wagen die im inneren eine ganze Band beherbergen. (Wohl
ein juristisches Loop hole), das laute geklatschte nach den Konzerten.
Die Yuppiebeschwerde eines Berliner Neuzugangs aus Schwaben o.ä., …nein.
Es sind die Worte und Bitte eines normalen, friedliebenden Bürgers an
Sie, persönlich.
Einen Sommer habe ich zugehört, diesen Sommer und auch für die
nächsten ist Schluss mit der Party vor meiner Haustür. Freies
Straßenland? Darf den jeder machen was er will solange es nicht vor
Ihrer Haustür rockt, oder wie soll ich das verstehen?
Das meine Strasse verkommt, damit bin ich nicht einverstanden. Ich
verbitte mir in Zukunft den Anblick Besoffener die rülpsend vor meinem
Haus, sich am Arsche kratzend Aldi Bier in den Kanal pissen. Ich will
nicht mehr morgens zwischen Kotze slalom laufen und gleichzeitig mein
Fahrrad in all dem Scherbenglanz vor einem neuen Platten bewahren
müssen. Ich will die nicht mehr sehen die orange farbenen
Plastiktüten, die durchgeweichten Pizzakartons, überquellenden
Mülleimer, all die Kronkorken und abgenagten Tierkadaver, vormals
bestand einer lustigen Grillparty. Oder war das doch die
Hinterlassenschaft eines der räudigen Köter deren Besitzer in der
Nacht zuvor die Brücke besetzten?
Erwähnte ich das erst vor kurzem aus unserem Hof gestohlene Fahrrad?
Es war meins.
Herr Dr. Schulz, es reicht und ich vordere Sie auf, am besten vor der
Sommerpause dafür zu sorgen, das auf unserer Strasse wieder Ruhe
einkehrt. Das ist unser Recht, denn dem Recht einer allabendlichen
Party mit 400 Gästen müssen weder ich noch meiner Nachbarn nachgeben.
Das sagt mir mein gesunder Menschenverstand.
In diesem Sinne verbleibe ich hochachtungsvoll,
Ihr Brian ((gekürzt))
Familie aus dem Fraenkelufer on 13 Jun 2010 at 12:03 am #
Liebe Nachbarinnen,
auch wir sind von dem Lärm betroffen. Da wir Fraenkelufer wohnen, kriegen wir auch alles mit.
Meine kleine Tochter die ert 11 Jahre alt ist, hat ihren Zimmer zur Straße. Wir müssen ja jedesmal bei schönem Wetter die Fenster zumachen,
damit sie schlafen kann.
Vor allem dieser ganze Müll den die Leute hinterlassen, ist auch sehr ärgerlich. Heute Morgen sah es wieder ganz fürchterlich aus. Überall lagen Sekt
Flaschen und scherben rum.
Was mich auch der Maßen auch ärgert(auch mein Mann), wenn man Nachts über die Brücke fahren will,um Parkplatz zu suchen, kommt man mit dem Auto kaum durch.
Die hocken einfach auf dem Fahrweg,lassen sich gar nicht stören,dann stehen ihre Fahrräder auch noch auf dem Fahrweg,und dann wird man auch noch
böse angeguckt,als wäre die Brücke nur für sie da und nicht für Autofahrer.
Freitag Nacht hatten die sogar auf der Brücke 2 Holztische und 2 Bänke,haben gesessen und ihr Bier getrunken.Das fehlte noch, daß die auch noch da Tische und Bänke hinstellen.
Solange die Polizei die da nicht wegscheucht, wird sich auch nichts ändern.
So, jetzt habe ich mich abreagiert. Ich kann leider nicht bei dem Treffen dabei sein,weil ich keine Zeit habe.,aber ich verfölge das ganze.
Eva Maria on 13 Jun 2010 at 4:31 pm #
Ich wohne seit 37 Jahren im Admiralkiez, habe als Patin bei den Besetzern mit gemacht, ein Hausprojekt gegründet und gestaltet und habe vor 35 Jahren die Verkehrsberuhigung mit aufgebaut, auch als Bürgerinitiative. Und ich habe diesen vielfältigen ,”meinen” Kiez immer geliebt. Seit Jahren nahm jedoch der unzumutbare und ekelhafte Dreck entlang des Ufers und nun auch noch auf der Brücke zu. Ich war wegen der unhygienischen (RATTEN jeden Tag!!!!) Hinterlassenschaften heisser Nächte vor Jahren schon beim Stadtrat – der wollte schon vor 4 Jahren Abhilfe schaffen – es wurde und wird aber eher schlimmer als besser und daran ändern auch die 3 neuen Mülleimer nichts.
Nun werde ich fortziehen und meine guten Steuern in einen “sauberen, spiessigen” Vorort tragen – wie von den Pennern auf der Brücke empfohlen. Good bye!
J - on 13 Jun 2010 at 5:02 pm #
Liebe Nachbarn,
ich habe eben euren Flyer im Briefkasten gefunden. Ich wohne direkt an der Admiralsbrücke, ((Ort gelöscht)).
Ich finde es super, dass ihr diese Initiative gegründet habt. Ich hatte selbst letztes Jahr diese Idee, habe dies dann aber doch nicht weiter verfolgt.
Ich dachte, es sei super, sich mit anderen zusammen zu schließen, da ich dachte, ich kann doch nicht die einzige sein, die findet, dass der Lärm hier überhand genommen hat.
Ich wohne seit ca. 10 Jahren hier. Als ich hierhergezogen bin, war es eine nette und ruhige Gegend. Ein paar Leute saßen im Sommer am Kanal und haben Gitarre gespielt, es gab einige Cafes, ab und zu mal ein Straßenmusiker…
Seit ca. 2 Jahren ist es im Sommer für mich unerträglich geworden. Ich freue mich immer über schlechtes Wetter, weil ich dann schlafen kann. Eine Weile habe ich in der Küche geschlafen, ist aber auch keine dauerhafte Lösung. Vor 2 Jahren habe ich immer mal versucht, mit einigen Leuten zu reden – zum Beispiel mit denen, die unter meinem Fenster die ganze Nacht trommelten oder mit Musikern, die nachts um 12 mit Anlage und Verstärker ein kleines Konzert auf der Brücke gaben… Habe es aber irgendwann aufgegeben – ist nicht so ein tolles Gefühl, wenn man nachts alleine dort steht und sich blöde Sprüche anhören darf (diese “Spießer, zieh doch weg”-Sprüche).
Habe eine Weile mit meinem schlechten Gewissen gerungen (im Sinne von “ich lebe doch in Kreuzberg und möchte tolerant sein – da kann ich doch nicht den “alten Feind”, die Polizei, rufen), habe im letzten Jahr dann aber doch ab und zu mal die Polizei gerufen, als es zu krass wurde und ich dachte, da mag ich alleine nicht runter gehen und mich dem stellen.
Es regt mich nach wie vor auf, dass man als Spießer gilt, weil man schlafen möchte. Ich finde es geht wirklich um gegenseitiges Aufeinander-zu-gehen. Im Sinne von: Toleranz und Rücksichtnahme. Mich persönlich stört es auch nicht, wenn die Leute auf der Brücke einfach sitzen und sich ruhig unterhalten. Wenn jemand Gitarre spielt oder so, finde ich das auch noch in Ordnung. Und die meisten, oder viele, auf der Brücke, sind ja auch in Ordnung.
Aber es gibt halt immer einige, die echt nur sich sehen und sich ihre Freiheiten nehmen – und die die Bedürfnisse von anderen überhaupt nicht interessiert.
Das ist nicht das, was ich am Lebensgefühl in Kreuzberg mochte – “alternativ leben” beinhaltet für mich auch immer “soziales Verantwortungsgefühl” und ein nachbarschaftliches und soziales Miteinander.
Finde auch das Argument “selbst schuld, wenn man in so eine Gegend zieht oder dort wohnt, man kann ja wegziehen” total bescheuert. Klar, wenn ich jetzt hier her ziehen würde, wüsste ich, was auf mich zukommt. Als ich jedoch hier hergezogen bin, war es jedoch eine ganz andere Situation.
Und dass ich jetzt wegziehen muss, weil ein paar Voll-Idioten meinen, super-laut Musik machen und rumgrölen zu müssen, finde ich eigentlich nicht richtig.
Ich war auch eine Weile in der Situation, in der ich mir einen Umzug nicht wirklich leisten konnte und ich diesen aus verschiedenen Gründen nicht gut hätte bewältigen können… Das hatte zur Folge, dass ich im Sommer Schlafmangel und Kopfschmerzen hatte – super.
Habe nun jedoch aufgegeben und kapituliert. Und werde umziehen. Habe keine Lust mehr, im Sommer bei geschlossenen Fenstern mit Oropax zu schlafen und denke, das ist eine Entwicklung hier im Kiez, die nicht wirklich mehr verändert werden kann.
Naja, vielleicht ja auch doch, vielleicht habt ihr ja Erfolg.
Wünsche euch auf jeden Fall viel Glück und Unterstützung bei eurem Vorhaben – ich selbst bin bald raus und werde irgendwo im ruhigen Grünen wohnen
Viele Grüße
Juliane
P.S. Ich finde die Idee gut, die Brücke zu begrünen und Sprenkelanlagen aufzustellen – wär das vielleicht eine Alternative? Und mehr Mülleimer aufzustellen! Dafür können die Leute hier nicht immer was – es sind zu wenig Mülleimer hier im Kiez und sie werden zu selten ausgeleert – so dass sie überquellen und die Leute ihren Müll daneben legen, wodurch er natürlich weg weht…
E.V. on 14 Jun 2010 at 6:50 pm #
Ich wohne direkt bei der Admiralsbrücke und bin in den warmen Monaten bei sonnigem Wetter (das wir ja dieses Jahr “zum Glück” nur selten haben) Tag ein Tag aus dem Lärm vor meinem Fenster ausgesetzt. Tagsüber sind es die Musikanten vor der Pizzaria und die komplett angefüllte Brücke (mit zusätzlichen Musikanten) und nachts sind es gröhlende Betrunkene und bekiffte Musikanten. Und jedes Jahr wird es schlimmer.
Mit dem Lärm und den Menschenmassen vor der Tür tagsüber kann ich relativ gut leben. Ich habe das in Kauf genommen, als ich vor Jahren hierher gezogen bin und arbeite eben nicht zuhause. Aber ich kann nicht einfach woanders schlafen, da alle unsere Zimmer zur Straße hinausgehen. An warmen Nächten schlafe ich mit Oropax, seitdem kriege ich überhaupt wieder Schlaf. Ansonsten ist der Lärm auch bei geschlossenen Fenstern so laut, daß ich nicht einschlafen kann. Mich macht das sauer. Für mich ist es gar keine Frage, daß der Lärm und der Müll eine respektlose Zumutung ist von einigen sehr Wenigen, die auch woanders feiern könnten, gegenüber Vielen, die nicht woanders schlafen können. Oft sind es nur ca. 5 Leute, die mich die ganze Nacht wach halten. Das ist extrem rücksichtslos und asozial. Das steht wirklich nicht zur Debatte. Ich halte es auch für absurd sich rechtfertigen zu müssen, dass man hier noch wohnt! Haben die noch alle?
Ich frage mich nur, was wir Anwohner machen können, damit uns die Stadt Berlin endlich zur Hilfe kommt. Es ist ja klar, dass Touristen und Jugendliche, die betrunken und bekifft sind, es da unten geil finden und nicht freiwillig gehen, zumal es ja auch keine Konsequenzen für sie gibt. Die Stadt Berlin oder der Bezirk Kreuzberg, wer auch immer, muss eindeutig eine gesetzliche Abhilfe schaffen und konkret umsetzen. Mir ist generell egal, ob die Brücke wieder dem Verkehr geöffnet wird; begrünt wird (wäre schön); oder ob ein Alkoholverbot ausgesprochen wird (ob das hilft?!?) – Hauptsache die Brücke ist keine Festival-und Partyzone mehr sondern ein Wohngebiet mit einem zu bewältigenden Alltag. Das wird ne Menge Ärger am Anfang geben, deshalb wird es sicher nicht ohne Polizei und Platzverweise gehen, wie spießig das auch sein mag. Es gibt in Berlin wirklich viele andere Orte an denen man gut und umsonst feiern kann und nicht dabei Anwohner um ihren Schlaf bringt. Wer einen Tip hat, was ich tun kann um den politischen Druck zu erhöhen, dann laßt es mich bitte wissen!
Horst on 14 Jun 2010 at 6:53 pm #
die admiralbrücke ist kein partytreff (wie hier zu lesen ist) und es finden dort auch keine parties statt, sondern es sind einfach nur noch peinliche, dumpfe sauf-, gröhl und drogengelage von pennern und billigsttoutisten!
Antje on 14 Jun 2010 at 8:43 pm #
Ich bin zwar kein Anwohner und möchte es sicher zur Zeit nicht sein:((
Versuche jedoch auch ab und zu am Fraenkelufer Schlaf zu finden.
Ihr habt mein vollstes Verständnis und deshalb hab ich auch grad, wie “Brian”, mail an
Franz Schulz gesendet.
Grüße aus dem spießigen, aber ruhigen Treptow
Antje on 14 Jun 2010 at 9:44 pm #
Aber ich hatte schon gedacht, daß hier mehr Beteiligung ist.
Ist doch wohl doch nicht so störend?????
Oder kapituliert ihr alle???
Admiralkiez on 15 Jun 2010 at 12:26 pm #
Ich denke nicht, dass alle schon kapituliert haben! Wir haben gerade erst angefangen, die Flyer zu verteilen (und sind noch längst nicht fertig). Aber es ist wichtig, dass sich möglichst viele zu Wort melden und nicht aufgeben, sehe ich genauso!
Heiko on 15 Jun 2010 at 1:35 pm #
Guten Tag,
zuerst möchte ich mich mal für das Engagement der Betreiber dieser Seite und für die Flyer bedanken.
Ich wohne am Fraenkelufer direkt neben der Brücke, im Hinterhaus, was mir aber nicht viel nutzt da der Hinterhof des Nachbarhauses, welcher nur durch einen Maschendrahtzaun von meinem getrennt ist, das inoffizielle Klo jeder nächtlichen Veranstaltungen ist.
Bei den Meinungen die ich hier oder woanders höre, habe ich oft das Gefühl, das viele wieder die Brücke in dem Zustand wie vor 5 Jahren zurück haben möchten (hätte ich auch gerne), nur geht das leider nicht da sich nicht nur die Brücke sondern ganz Kreuzberg völlig verändert hat. Kreuzberg entwickelt sich leider immer mehr, ebenso wie es Friedrichshain, Mitte und Prenzlauer-Berg auch schon erleben mussten, zu einem Disneyland wo Touristen gerne hinfahren um mal ordentlich die Sau raus zu lassen und all die Dinge zu tun die man zu Hause (egal ob Friedenau, Titisee-Neustadt oder Madrid) nie machen würde. Und so sind im Sommer fast alle öffentlichen Plätze und Brücken bevölkert, nur ist die Atmosphäre nicht überall die gleiche. Während man sich am Paul-Lincke-Ufer zum gepflegten Boulespielen trifft, tut man dies auf der Admiralbrücke eben zum Saufen und Rumgröhlen.
Wir können bestimmt kein Vakuum auf der Brücke herstellen, aber vielleicht können wir die Atmosphäre dort verändern und ich glaube das geht nur indem wir, die Anwohner, die Brücke in unserem Sinne nutzen. Wenn wir die Brücke nicht besetzen tun es andere und dann haben wir keinen Einfluss mehr auf das Geschehen. Mal angenommen alle Anwohner setzen sich jeden Abend mit einem Klappstuhl und einer Strickliesel auf die Brücke, dann wäre die Atmosphäre dort schnell eine völlig andere und die besoffenen Jugendlichen würden sich einen anderen Ort suchen, denn die wollen bestimmt nicht ihren Abend mit Leuten verbringen die so aussehen wie Ihre Eltern.
OK, der Vorschlag ist noch nicht so ganz ausgereift und etwas unrealistisch aber vielleicht fällt jemanden hier was besseres ein.
Lg
Heiko
Birgit on 15 Jun 2010 at 10:17 pm #
@Heiko,
Danke für Deinen Beitrag, Du bringst die Entwicklung hier in Kreuzberg auf den Punkt.
Gute Idee, sich die Brücke durch Bestzung zurückzuerobern-hatte ich auch schon dran gedacht, aber immer gefunden, dass es sowieso nicht genügend Leute gibt, die mitmachen. Aber wenn sich weiterhin so viele zu Wort melden, könnte man so eine Aktion mal starten. Grüsse rüber zum Faenkelufer, Birgit
Wilhelm B on 15 Jun 2010 at 11:33 pm #
Ich habe mit der BSR Kontakt aufgenommen zwecks einer Höherstufung der Reinigungsklasse. Hier Auszüge aus meinen Mails und die Antwort. Die “Oberen” haben es immer noch nicht begriffen, dass uns, neben vielem, der Müll zum Halse raushängt und wir die Behörde jetzt in die Verantwortung nehmen wollen. Die Antwort von Herrn Großmann, BSR, die Brücke in die höchste Reinigungsklasse 1 erst ab Herbst 2011 einzustufen zu wollen, ist für mich ein Hohn, dort wird offenbar nicht begriffen, dass wir jetzt ein Problem haben und nicht 2011 . Zu zupackenden Lösungen sind die Behörden offenbar nicht in der Lage, außer wenn sie Druck von unten bekommen. Ich empfinde das als Arroganz ohne Verantwortungsbewußtsein. Wenn wir als Staat immer so langsam reagieren, dann gute Nacht Deutschland. Hier die Texte:
Korrespondenz (auf-/zuklappen)
3.5.2010: Sehr geehrter Herr Großmann, BSR
…Die Admiralbrücke ist ein neuer Problemfall geworden. Ein Partyraum
für Jugendliche und Touristen. Ich bitte Sie dafür zu sorgen, dass
der komplett abgerissene Müllbehälter (Müllbehälter einschließlich
Haltemast), dort schnellstmöglich wieder installiert wird.
Ist die Admiralbrücke A1? Das müsste sie in den Monaten April bis
Oktober sein. Gestern am Sonntag ist sie nicht gereinigt worden, so
denke ich, dass sie nicht A1 ist. Könnten Sie das nachprüfen und
eventuell hochstufen?…
12.6.2010:
Sehr geehrter Herr Großmann,
heute stehen 2 Polizeiwagen auf der von Müll übersäten Admiralbrücke, meine Partnerin konnte dort nicht mit dem Fahrrad fahren aus Angst vor Scherben. Gerade stehen dort Mediatoren vor Ort (18 000,- € Projekt der Stadt) oder die Presse mit Mikrophon – ich weiß es nicht – offensichtlich um den Zustand und das Weitere zu diskutieren. Es ist jetzt 12.00 Uhr. Niemand von der BSR war heute dort. Ich habe in meinem Schreiben – siehe unten – nach der Reinigungsklasse 1 A gefragt, sie haben mir bislang seit mehr als 4 Wochen keine Klärung gegeben, außer einer kurzen Entgegnung. Natürlich bin ich nicht auf die BSR sauer, sondern auf die Verursacher mit dem Sittenverfall. Sie, die BSR, müssen hinterherräumen. Tut mir Leid. Aber dann ist es Ihre Aufgabe und auf Zack zu sein, das zu realisieren: mein definitiver Vorschlag für die Sommermonate: tägliche frühmorgendliche gründliche Reinigung, 7 Tage die Woche.
Mit freundlichen Grüßen
Wilhelm Breitenbürger
15.6.2010:
Sehr geehrter Herr Breitenbürger,
zunächst einmal bitte ich um Entschuldigung, dass meine versprochene Antwort so lange auf sich warten ließ. Daher recht vielen Dank für Ihre neuerliche Mail!
Die Admiralbrücke ist auch für uns insbesondere in den Sommermonaten ein sehr herausfordernder Reinigungsschwerpunkt. Daher haben auch wir uns bei der Straßeneingruppierungskommission (SteK) für eine Erhöhung der durchschnittlichen Reinigungsfrequenz von damals dreimal (Reinigungsklasse 3) auf derzeit fünfmal (Reinigungsklasse 2) eingesetzt. Mit Inkrafttreten der „Sechzehnten Verordnung zur Änderung der Verordnung über die Straßenreinigungsverzeichnisse und die Einteilung in Reinigungsklassen“ vom 29. Oktober 2009 wurde die Höhergruppierung in die Reinigungsklasse 2 dann auch umgesetzt.
Für eine Eingruppierung in die höchste Reinigungsklasse 1 und damit in die grundsätzlich tägliche Reinigung war aufgrund der herrschenden Umfeldbedingungen nicht möglich. Nach Rücksprache mit dem zuständigen Mitglied der StEK bei der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz, Herrn Laabs, wurde mir allerdings versichert, im Rahmen der nächsten Fortschreibung der Straßenreinigungsverzeichnisse (voraussichtlich Herbst 2011) eine mögliche Höhergruppierung der Admiralsbrücke nochmals zu prüfen.
Bis dahin werden wir jederzeit die uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten voll ausschöpfen. Hierzu zählt neben der bereits umgesetzten Ausdehnung der Papierkorbentleerung auf die Wochenenden auch die geplante Realisierung zusätzlicher Reinigungsmaßnahmen an Wochenenden.
Zudem setzen wir uns, vertreten durch den Logistikleiter der zuständigen Region Mitte, Herrn Andrae, auch im Rahmen der Mediation für mehr Sauberkeit auf der Admiralsbrücke ein.
Ich wünsche Ihnen eine angenehme Restwoche.
Mit freundlichen Grüßen
Berliner Stadtreinigungsbetriebe
Geschäftseinheit Reinigung
Jens Großmann
Ringbahnstr. 96
D-12103 Berlin
Tel.: +49 (30) 75 92 – 32 68
Fax: +49 (30) 75 92 – 44 25
Email: jens.grossmann@BSR.de
Doris Z on 16 Jun 2010 at 10:40 am #
Guten Tag, liebe Ex-Nachbarn vom Fraenkelufer ,
ich als waschechte Kreuzbergerin, die in diesem Bezirk sogar geboren wurde ( !!! ), und
die am Fraenkelufer fast 25 Jahre gewohnt hat, melde mich nun auch zum Problem
der Admiralbrücke, welches ich aus dem fernen Pankow, wo ich seit knapp drei Jahren
lebe, durchaus mitverfolge.
Also, meiner Meinung nach wird sich an diesem Phänomen der ” Landnahme ” leider
überhaupt nichts ändern, solange der Zeitgeist der Spaßgesellschaft über dieser Stadt und speziell über diesen Bezirk wabert.
So ehrenwert die Bemühungen der Initiatoren gegen die Sauereien auf der Brücke auch sein mögen, ich halte sie für Zeitverschwendung, leider!!! Die werden doch nur von einer Saison zur anderen verarscht.
Sinnvoller erschiene mir da die vom ursprünglichen Wortsinn ausgehende “reaktionäre” Belagerung der Anwohner mit Stricknadeln. Während der warmen Sommernächte könnten dann massenweise warme Socken und Pullover für die kalten Winternächte gestrickt werden, die dann auch einen Sinn machen, weil bei den steigenden Mietkosten
im Kiez zumindest Heizkosten gespart werden könnten.
Also, meine nach wie vor geliebten Kreuzberger, schlafen könnt ihr bei dem Radau sowieso nicht, besetzt die Brücke in Massen und strickt bei grünem Tee schöne Dinge. Sollte euch dann die Polizei mit Wasserwerfern verjagen wollen, könnt ihr ja immer noch überlegen, ob ein Wegzug aus dem Revier nicht doch einen Sinn machen könnte!
Liebe Grüße aus Pankow
Tanja on 16 Jun 2010 at 5:20 pm #
Ich finde es unglaublich wie Politiker, Ämter, Bevollmächtigte etc.sich bei der Einhaltung von Mindestmaß an Nachtruhe und Müllbeseitigung um eine Entscheidung drücken. Au weia!
Ich denke Berlin will Weltstadt sein?
Versuchen sie mal an einem Wochenende in New York, Tokio, Paris oder London als Touristen in Scharen auf einer Brücke in einem Wohngebiet einzufallen, die ganze Nacht TamTam zu machen und alles komplett vollzumüllen. Wissen Sie, liebe Verantwortliche, was da passiert? Die Polizei rückt aus und sorgt dafür, dass es gar nicht soweit kommt.
Kein Kreuzberger Anwohner will um 22 Uhr absolute Ruhe haben oder in einem Zustand steriler Sauberkeit leben. Aber wir wollen, daß:
-unter der Woche ab 22 Uhr eine erträgliche Geräuschkulisse herrscht, bei der man als Normalsterblicher schlafen kann
-entstandener Müll zeitnah beseitigt wird ( am gleichen Tag/Nacht )
Der Bürgermeister, die Stadtreinigung, das Ordnungsamt und ggf. die Polizei müssen an einem Strang ziehen.
Nur so wird das was. Das scheint mir hier das eigentliche Problem zu sein. Und für Berlin mal wieder symptomatisch, ganz nach dem alten Schnodderspruch: “is nich mein Tisch, Kollege kommt gleich!.”
Das, werte Verantwortliche, ist wirklich provinziell!
Gregor on 16 Jun 2010 at 7:27 pm #
Yes, reclaim our streets! Oder in diesem Falle our bridge. Ich verstehe unsere Flyer-Aktion vor allen Dingen derart, dass wir mal sehen, wie viele Anwohner ausser denen, die sich schon engagieren, zumindest Missfallen an der seit 3-4 Jahren genommenen Entwicklung der Admiralbrückennutzung haben. Ideal wäre natürlich, wenn so viele NachbarInnen mobilisiert werden könnten, dass am Tag X die Brücke mal vor Inbeschlagnahme durch die Partysaufgemeinde komplett von Anwohnern besetzt ist. Sozusagen als Demonstration. Gerne mit Tageszeitung, Journal oder sonstiger Beschäftigung bewaffnet. Es gab auch einmal den Vorschlag so eine Art lange Tafel der Kiezanwohner auf der Brücke zu veranstalten. Das Ganze müsste dann aber von früh bis in die Nacht gehen. Ein Flashmob der Ruhe…
Gregor on 16 Jun 2010 at 7:29 pm #
@Antje,
Die Leute müssen halt erstmal den Arsch hochkriegen. Aber jeder ist eingeladen, sich an der Initiative Admiralkiez zu beteiligen. Am 17.06. (also morgen) ist eine öffentliche BVV-Versammlung zum Thema Admiralbrücke. Alle, die die Entwicklung stört, sollten dort hinkommen!
http://www.berlin.de/ba-friedrichshain-kreuzberg/bvv-online/to010.asp?SILFDNR=4677&options=4
Gregor on 16 Jun 2010 at 7:35 pm #
@Tanja,
Du kannst das den besagten Leuten von der Bezirksverordnetenversammlung morgen persönlich sagen: http://www.berlin.de/ba-friedrichshain-kreuzberg/bvv-online/to010.asp?SILFDNR=4677&options=4
Es findet eine öffentliche Sitzung zum Thema Admiralbrücke statt. Wir sollten dort zahlreich erscheinen und unserem Anliegen Nachdruck verleihen.
Birgit on 16 Jun 2010 at 7:40 pm #
Hallo Tanja, ich seh’ das ganz genau so – und eigentlich müssten unsere Forderungen ja auch als selbstverständlich angesehen werden-ok der Müll wird täglich gründlich beseitigt- aber was den Lärm betrifft stösst man bei den Leuten/Ämtern/Politikern immer noch zu oft auf “taube Ohren”. Wichtig ist, dass wir alle unsere Kräfte bündeln. Danke für Deine Nachricht- und: Stay tuned! LG Birgit
Peter on 19 Jun 2010 at 2:42 pm #
@Gregor, leider waren kaum Anwohner da; es müssen 4 gewesen sein.
Schade, aber so läuft das nicht…
Peter on 19 Jun 2010 at 2:51 pm #
@Brian, leider hat Herr Schulz keinen gesunden, sondern nur einen politischen Verstand. Im nächsten Jahr sind Kommunalwahlen. Das kann man ausnutzen; aber nur, wenn auch alle mitmachen. Der 14tägige Treff ist doch in den Häusern bekannt gemacht worden? Wenn aus jedem Haus wenigsten 2 mitmachen würden, wär das schon mal was.
Nicht immer auf die Anderen verlassen. Ich wohne super ruhig in Friedrichshain, mache aber trotzdem bei der Initiative mit.
Viele Grüße,
Peter
CH on 20 Jun 2010 at 4:16 pm #
Sorry but I have to write in English because I am so busy and it takes twice as long to formulate in German!
I completely and utterly agree with your initiative! I live in the 2HH of Admiralstrasse, so am lucky enough not to hear the noise at night as much as others do – although I do hear it even here sometimes – but I see the mess and trash each morning, the thousands of bottle-tops and it is horrible!
I have even considered photographing the morning state of the bridge and projecting it on walls near the bridge at night, so that the revellers see what they leave behind. One could do a great power point projection!
We all thought it was nice and fun at the beginning and of course nobody wants to spoil other’s enjoyment, but in the last two years the whole situation has changed. There are some quite different people coming to the bridge and I wouldn’t be surprised if some were dealers.
The other points of view, obviously from people who don’t live around here and who don’t care whether the bridge is being turned into a garbage heap, quite clearly come from the kind of people who also feel that when they have to adhere to a speed limit their personal freedom is being attacked. Their comments are absolutely ridiculous. Typical of the ‘I shit on everybody who doesn’t agree with me’. Unfortunately they cannot seem to comprehend that Kreuzberg is a living quarter with many different kinds of people and that is what makes it interesting. That is why I live here. They want to stamp Kreuzberg as being a ghetto for poor people, without work, who want to hang out and chill all the time. Simplistic, to say the least.
Central Berlin is anyway being turned into one big party place – part of the absurd ‘poor but sexy’ idea of our Mayor. Tourism of that kind kills any location eventually. One step in the right direction would be to ask all guide books to take the Admiralbrücke off their list of places to go.
Unfortunately I am leaving to work elsewhere for the next 6 weeks and cannot come to the Mediation. But if I can support the initiative in some other way, please let me know.
Kind regards,
((Name gelöscht))
Birgit on 21 Jun 2010 at 10:43 pm #
@CH,
projecting garbage pictures onto walls near the bridge is a great idea. Let’s do that! If you like, contact me, when you’re back.
Greetings from Planufer, Birgit
Alexander on 29 Jun 2010 at 12:35 pm #
Liebe Nachbarn,
ich wohne am Ende der Böckhstrasse, also nur 1 Minute von der Brücke entfernt. Die Situation ist offensichtlich schwierig und ein ganz großes Problem dabei ist, daß der Kreis der wirklich unmittelbar betroffenen Personen, die aktiv etwas unternehmen wollen, sehr klein sein dürfte. Trotz meiner Wohnlage falle ich aus diesem Kreis schon heraus und meine Betroffenheit ist eher “ideell”, so wie das auch bei vielen anderen der Fall sein dürfte.
Das Problem “Müll” halte ich für rein organisatorisch. Früher oder später dürfte es gelingen hier auf dem einen oder anderen Weg Abhilfe zu schaffen. Herbst 2011 wurde weiter oben genannt, wer Behörden kennt wundert sich nicht, daß es nicht schneller geht.
“Lärm” ist das Hauptanliegen und da wird es schwer. Die Brücke ist ein öffentlicher Ort d. h. die “Rechte” von Anwohnern dürften hier nur wenig gelten. Es müßten Regeln/Verbote von der Stadt aufgestellt werden und diese Mühlen mahlen noch langsamer als zum Thema “Müll”.
Bis dahin kann ich nur empfehlen ruhig zu bleiben. Die absolute Mehrheit der Menschen, die sich auf der Brücke treffen, sind friedlich. Ich gehe fast jede Nacht/Abend dort vorbei und habe noch nie auch nur eine Meinungsverschiedenheit beobachtet. Dealer und Junkies treffen sich am Kotti und nicht auf der offenen Brücke mit unzähligen Fenstern. Das zitierte “Gröhlen” habe ich ganz ehrlich noch nie gehört. Ich sehe sehr, sehr wenig Entgleisungen auf dieser Brücke und finde das wirklich bemerkenswert. Der Ort wirkt.
Wer wirklich etwas verändern will, der muss selbst auf die Brücke gehen und dort Raum einnehmen. Wer zu Oropax greift darf zwar auf Verständnis aber sicher nicht auf Veränderung hoffen. Solange dort keine Schilder stehen, könnten Anwohner z. B. einen regelmäßigen Nachbarschaftsdienst aufstellen, der mit den Leuten spricht, Mülltüten verteilt etc. Ich selbst und bestimmt viele andere würden sich hier beteiligen.
Grundsätzlich ist es schön, wenn ein Ort Menschen anzieht und es gibt in Berlin wirklich extrem wenige nicht-kommerzielle Orte an denen sich soviele Menschen treffen. Diese Initiative sollte die Brücke nicht am Ende in einen Friedhof verwandeln.
Martin on 29 Jun 2010 at 12:58 pm #
@Alexander, in einigen Punkten mag das sicher so sein, in anderen Punkten sehe ich die Situation mitunter etwas anders. Aber ich gebe Dir recht, die Situation muss wohl “von innen heraus” verändert werden, nicht allein durch äußere Mittel.
Müll ist m.E. nicht nur ein “organisatorisches Problem”. Es sollte eigentlich unter “normalen Menschen” nicht unebdingt die Regel sein, dass jeglicher Müll einfach so durch die Gegend geworfen wird, nach dem Motto, “die BSR räumt das schon irgendwann weg”. Dass hier teiwleise spät nachts Musiker mit Verstärkern “Konzerte” geben, ista uch nur ein Indiz dafür, dass es vielen (nicht allen!) auf der brücke einfach egal ist, ib das etliche andere um den Schlaf bringt, die nicht einfach nur “Party, alles andere ist mir egal” machen wollen.
Schilder gab es übrigens im vergangenen Jahr – die wurden innerhalb von ca. 24 Stunden beschmiert oder im Kanal versenkt …
Einen Friedhof will hier sicherlich niemand – der ort war immer trubelig – aber eben auch geprägt davon, dass alle aufeiannder ein bisschen Rücksicht genommen haben. Das ist etwas abhanden gekommen, denke ich.
Wenn ich die anderen Kommentare hier lese, dann bin ich schon etwas überrascht, wie viele offenbar schon kapituliert haben und frustriert weggezogen sind.
Übrigens finde ich die Situation auf der Brücke in diesem Video ganz gut dokumentiert: http://admiralkiez.org/admiralmuell/.
Admiralkiez on 29 Jun 2010 at 1:45 pm #
@Alexander, kann mich meinem Vorredner nur anschließen – Junkies sind jetzt regelmäßig auf oder um die Brücke herum anzutreffen. Dealer sind seit einiger Zeit wieder massiv im U-Bahnhof Schönleinstraße bei der Arbeit. Die Szene hat sich schon längts vom Kotti verlagert, wo durch massive Polizeipräsenz und dem Umzug des Druckraums die Situation inzwischen eine andere ist.
So richtig an Schilder glaube ich nicht – Graefe und Diffenbach sind seit gut 20 Jahren Spielstraßen (7 km/h!), wo jetzt aber – trotz Schildern – immer mehr Buckel eingebaut werden, da Schilder dort offenbar nicht wirklich viel bewirken.
Die Gröhlparties (die es gibt!) kommen übrigens meist erst zwischen 23 und 24 Uhr auf die Brücke und rekrutieren sich nicht aus den “nromalen Brückenbesuchern”.
Was ist eigentlich “nicht kommerziell”? Dass sich die Leute statt drei Bieren in der Kneipe für das gleiche Geld zehn einwerfen?
Es wäre aber schon viel erreicht, wenn es dem einen doer anderen nicht schnurzpiepegal wäre, wenn er nachts mit Verstärker unter dem Balkon von Anwohnern Musik machen würde …
Ex-Anwohner on 10 Jul 2010 at 2:41 pm #
Liebe ehemalige Nachbarn,
wir sind sind rechtzeitig vor dem Sommer 2010 wegen der Lärm- und Schmutzbelästigung von der geliebten Admiralbrücke weggezogen. Von Mittags bis früh Morgens, von Montag bis Sonntag, von März bis Oktober war die letzten Jahre an Schlaf nicht zu denken.
Die Stadt-Politik schiebt sich auf höchster Ebene gegenseitig den Schwarzen Peter zu oder verkauft die Müllberge und Scherbenteppiche als Touristenattraktion. Es ist ja schön wenn ein Stadtteil wieder auflebt, der Bürgermeister ist aber dafür da, die vorgeschriebenen Standards und Rechte (z.B. auf Nachtruhe) bei einem solchen Prozess einzuhalten.
Es gibt Ort in Berlin die für Massenveranstaltungen von über 500 Personen geeignet sind und es gibt Wohngebiete wo man auf einander Rücksicht nehmen muss, von Anwohner- sowie von Besucherseite! Auch Biergärten schliessen in Berlin spätestens um 24h.
Selbst wenn sich 500 Menschen gleichzeitig normal unterhalten ohne das dazu jemand E-Gitarre oder Trommel spielt hält einen das nach Mitternacht vom lebensnotwendigen Schlaf ab.
Dazu kommen zerspringende Glasflaschen, bei fortschreitender Nachtstunde unerträgliches Gegröle, das Hupen der Autofahrer und die Sirenen der Rettungswagen auf dem Weg zum Urbankrankenhaus. Eigentlich ist das hier eine Verkehrsberuhigte Zone um allen das Leben stressfreier und leiser zu machen.
Der Urin den man vor und hinter der Haustüre durchwaten muss, die vollgepinkelte Klingelanlage und immer wieder Erbrochenes im Hausdurchgang sprechen nicht von der gewünschten gegenseitigen Toleranz.
Auch Strassenmusik kann auf Dauer unerträglich werden. Wenn den ganzen Tag bis spät in die Nacht eine Band nach der Anderen auftritt oder gar gleichzeitig spielt bestückt mit mehreren Trompeten oder elektrischen Verstärkern kann man selbst bei geschlossenen Fenstern (draussen ist 34 Grad) kein Privatleben führen. Ohne den wilden Applaus und die Pfiffe nach jedem Stück erwähnt zu haben.
Bleibt noch zu sagen, dass der morgendliche Anblick der Denkmalgeschützen Admiralbrücke und ehemals grünen Kanalufer zeigt, dass die alternative Partyszene nicht mal für den mitgebrachten Müll verantwortlich sein will.
Wir haben alles versucht um die Situation zu entschärfen aber am Ende sind wir den Zurufen einiger Brückenbesucher gefolgt: “Zieht doch weg, ihr scheiss Anwohner”.
Liebe verbliebene Admiralbrücken-Nachbarn haltet durch, die Zeiten ändern sich bestimmt wieder. Irgendwann.
Eure ehemaligen Nachbarn vom Fraenkelufer 26
H&M
Birgit on 11 Jul 2010 at 1:21 pm #
@ M: Wirklich schade, dass Du wegziehen musstest. Wenn ich die unreflektierten Statements einiger Brückenuser höre, die das Ganze kleinreden und die Anwohner mit den ewig gleichen Vorurteilen belegen, wird mir wirklich langsam schlecht. Ich glaube auch nicht, dass sich die Zeiten bald ändern werden. Die Verrohung ist leider immer noch steigerbar. Die Atmosphäre hat sich hier auch noch mal deutlich verändert. Seit Du weggezogen bist, hat auch die Alkoholikerszene angefangen, sich hier wohl zu fühlen. Und auch sonst sieht man neurdings sehr viele geleerte Schnapsflaschen.
LG,
Birgit
Birgit on 11 Jul 2010 at 10:25 pm #
@Alexander: Wie bist Du denn auf die Initiative gestossen? Über unseren Flyer? Wir haben sowohl auf der Website als auch auf dem Flyer, glaube ich, sehr deutlich gemacht, dass hier niemand an einem Friedhof interessiert ist. Noch vor wenigen Jahren, bevor die Brücke zur Party und Touri-Location wurde, war sie übrigens auch kein Friedhof. Sie war immer schon ein schöner Ort zum chillen, Leute treffen und Bier trinken, aber die Leute haben immer Rücksicht aufeinander genommen, es gab keine Ruhestörung und keine Müllberge. Dieses Friedhofsbild ist einfach eine nervige Schubladen-Suggestion. Ich kann auch nicht mehr hören, dass es doch so wahnsinnig “friedlich” auf der Brücke zugeht. Auch friedliches Partyvolk und friedliche Bands können mit ihren Lärmemissionen unglaublich nerven Komischerweise spielen immer diejenigen lange und laut, die sich durch grosse Talentfreiheit auszeichnen. Die nerven am allermeisten. Also friedlich, natürlich. Und dann frage ich mich noch, wieso ausgerechnet die gequälten die Anwohner ihre Abende und Nächte auf der Brücke verbringen sollte um Mülldienst zu leisten. Du meinst ernsthaft, die Anwohner sollten denjenigen, die entweder so blöd oder besoffen sind, dass sie ihren Scheiss ganz einfach fallen lassen, wo sie gerade stehen, den Arsch noch hinterher tragen? Schilder hatten wir schon, die waren glaube ich schon am nächsten Tag zugeschmiert und dann ganz weg..
Axel on 14 Jul 2010 at 12:56 am #
Hallo zusammen,
ich wohne seit einigen Jahren in der Grimmstr. ((Hausnummer gelöscht)), in unmittelbarer Nähe zur Brücke und direkt über dem Eiscafe.
Bevor ich hier her zog, war ich selbst ein – zwei mal Gast auf der Brücke und fand die Atmosphäre schön. Es ist nett zu sehen wie junge Menschen zusammenkommen und sich austauschen.
Seit ca. 3 Jahren wird die Situation allerding immer unerträglicher und ich spiele mit dem Gedanken, bald wegzuziehen, obwohl ich mich hier ansonsten pudelwohl fühle.
Am meisten stören mich die Musikanten. Sobald die ersten Sonnenstrahlen kommen, steht auch schon der erste Ziehharmonikaspieler vor der Haustür und spielt seine zwei immer gleichen Lieder auf die immer gleiche Art. Es sind mittlerweile ca. 8 verschiedene “Musiker”, die sich die immaginäre Klinge in die Hand reichen, von ca. 10.30 Uhr bis 23.30. Danach geht es im Sommer nahtlos weiter mit dem Brückenterror. Gerade im Moment, wenn man einfach nicht die Fenster aufgrund der enormen Hitze schließen kann, ist es besonders störend und nimmt einem jegliche Erholung. Erst gestern Nacht konnte ich bis 5 Uhr (MONTAGS!) kein Auge zu machen, weil draußen pupertierende Kinder im Vollrausch nicht mehr Herr ihrer Stimmen und Sinnesorgane gewesen sind.
Das ganze ließe sich unendlich fortsetzen und alle Betroffenen wissen, wovon ich spreche.
Die Frage ist nur: Was macht man dagegen?
Ich begrüße diese Initiative und würde sie gerne unterstützen, nur ist mir der Nutzfaktor nicht klar. Es werden Standpunkte vermittelt und auf die Lage aufmerksam gemacht, aber dann?
Wie ist die rechtliche Situation?
Nach meiner Ansicht verstößt die dauernde Lärmbelästigung in einem Wohngebiet durchaus gegen Gesetze, so dass hier auch die Polizei tätig werden muss. Öffentlicher Ort hin oder her. Seit neuestem steht ab und zu ein Streifenwagen an der Brücke und die Beamten schauen dem Treiben zu. Was soll das bringen? Um 3 Uhr nachts wird dann wieder rumgegröhlt und das hören sicherlich auch die Kollegen vor der Synagoge, doch von denen macht sich niemand bemerkbar oder ruft gar die Kollegen. Ich werde ab jetzt die Polizei verständigen, wenn es nicht anders geht. Dies sollten alle Anwohner machen, auch wenn es ihnen wie mir eigentlich zu wider ist.
Wünsche eine ruhige Nacht!
Andreas on 21 Jul 2010 at 11:13 am #
In Anbetracht der Lage auf der Admiralbrücke und Umgebung wird nach meiner Ansicht nicht genügend und grundsätzlich die Frage gestellt, warum dieser Konflikt zwischen Anwohnern und Gästen erst vor wenigen Jahren aufgetreten ist. Was hat sich da verändert, dass diese Brücke zum “Partyplatz” wurde?
Es handelt sich hierbei um einen sogenannten “versteckten Konflikt”. Der Konflikt geht von der Touristik- und Immobilienbranche aus. In den letzten Jahren sind viele neue Jugend-Hotels entstanden und u.U. werden auch Eigentumswohnungen als Ferienwohnungen genutzt. Das Land Berlin hat aufgrund der Steuereinnahmen ein Interesse diese Branchen zu fördern und für den Tourismus jeglichem Couleur Angebote bereit zu stellen. Auch die Tuorismusbranche braucht Orte für ihre Werbung. Die Medien und das Internet unterstützen dies mit Berichten und tragen den Konflikt ins Milieu von Anwohnern und Gästen. Sie machen es zu einem Toleranzkonflikt und lenken vom eigentlichen Konflikt ab.
Da sich das eine aus dem anderen ergibt, nutzen viele junge Musiker diesen Ort als öffentlichen Auftritt mit Medienpresents und Bekanntheitsgrad dieser Brücke.
Vor ein paar Jahren wurde diese Gegend im Mietpreisspiegel aufgewertet, obwohl die Lebenssituation und -qualität sich veschlechtert (Lärmbelästigung, Müllproblem, schlechte Pflege der Grünanlagen etc.) hat.
Es ist ein Trauerspiel, dass eine “Großstadtoase” dem (Party)Lärm geopfert wird, obwohl das Flughafenfeld beste Möglichkeiten bietet. Leider richtet sich der Zorn auf Jugendliche und Tuoristen bzw. auf die spießigen Anwohner. Es ist so einfach “Nebelbomben” zu werfen, damit der eigentliche Konflikt nicht zu Tage tritt.
Nun, man kann dieses Problem schnell mit dem Argument ab tun, dass sich die Zeiten und die Rahmenbedingungen ändern. Trotz allem glaube ich, dass dieser Aspekt sehr deutlich benannt werden muss, ansonsten würde sich die Arbeitsgruppe “Mediationsgespräch Admiralbrücke” als ein weiteres Instrument der Scheindemokratisierung benutzen lassen.
In diesem Sinne möchte ich ein Zitat von Horst Seehofer bringen:
“Harmonie im Falschen ist der schlechteste Wegbegleiter.”
Mein Vorschlag wäre:
Die Mieten nahe der Admiralbrücke aufgrund der stärkeren Belastung um 1/3 zu senken. Der Vorteil ist hierbei, dass der Konflikt ein wenig zurück gegeben wird und Anwohner etwas vom Tuorismus partizipieren und sich nicht nur als Opfer erleben.
Ich würde raten, diese Gegend in die Verwahrlosung gehen zu lassen, da z.B. das Säubern der Brücke und kontrollierte Lärmbelästigung etc. nur zusätzliche “Nahrung” für das Aussaugen von Ressuorcen einseitiger Interessen ist.
Andreas on 21 Jul 2010 at 10:55 pm #
@CH,
in nachbarschaftlicher Unterstützung
frei übersetzt:
Traurig, aber ich muss auf englisch schreiben, weil ich stark beschäftigt bin und zweimal so lange benötige alles auf Deutsch zu formulieren! Ich stimme vollständig mit Ihrer Initiative überein! Ich lebe im 2HH in der Admiralstrasse. Ich höre die Geräusche nachts nicht so wie andere – obgleich ich sie manchmal auch höre- aber morgens sehe ich die Verschmutzung, die Tausenden Flaschen und den Dreck, schrecklich! Ich habe sogar erwogen den Morgenzustand der Brücke zu fotografieren und die Bilder auf Wänden nahe der Brücke nachts zu projektieren, damit die Feiernden sehen, was sie zurücklassen. Ich könnte eine Großbildprojektion machen! Wir alle denken zu beginn es ist nett und macht Spaß und niemand möchte selbstverständlich anderen den Genuss verderben, aber in den letzten zwei Jahren hat sich die Situation vollständig verändert. Es gibt ziemlich verschiedene Leute die zur Brücke kommen und ich würde nicht überrascht sein, wenn einige Händler dabei wären. Andere Ansichten stammen von Leuten die nicht hier leben und die kein Interesse haben, ob die Brücke zu einem Abfallhaufen gemacht wird. Es sind die Art von Leuten, die ihre persönliche Freiheit angegriffen erleben, ähnlich wenn sie eine Höchstgeschwindigkeit befolgen müssen. Ihre Anmerkungen sind absolut lächerlich. Typisch vom `Ich scheiß auf jeden, der nicht meiner Meinung ist.’ Leider können sie nicht verstehen oder begreifen, dass Kreuzberg ein lebendiges Viertel mit vielen Arten von Leuten ist und das ist, was es interessant macht. Das ist mein Grund warum ich hier lebe. Sie jedoch möchten Kreuzberg als ein Getto für arme Leute ohne Arbeit stempeln machen, die herum hängen. Stark vereinfacht, gelinde gesagt. Das Zentrum von Berlin wird immer mehr zu einen großen Partyplatz – Teil der absurden `Armen aber sexy Idee’ unseres Bürgermeisters gemacht. Ein Schritt in die richtige Richtung würde sein, alle Stadtführer zu bitten die Admiralbrücke in ihren Listen zu entfernen. Leider verlasse ich für 6 Wochen Berlin, wegen meiner Arbeit und kann nicht zur Vermittlung kommen. Aber, wenn ich die Initiative auf irgendeine andere Art stützen kann, informieren Sie mich bitte.
Heiko on 22 Jul 2010 at 8:55 pm #
@Andreas,
Hallo Andreas,
zum Teil hast du bestimmt recht nur glaube ich nicht, dass die Probleme im allgemeinen mit Tourismus zu erklären sind, denn meiner Beobachtung nach gibt es keine homogene Gruppe von Brückenbenutzern und vor allem sind dort nicht nur Touristen. Ganz grob würde ich mal sagen finden sich dort im wesentlichen zusammen:
- Berliner Jugendliche
- Touristen
- Lebenskünstler, die auch in Berlin, zumindest für eine gewisse Zeit, leben
- professionelle Trinker
- und die Unauffälligen, die dort ein Bier trinken, ihren Müll mitnehmen und zum Glück keine Instrument spielen (was wollen die dort bloß?)
Für mich stellt sich eher die Frage warum benehmen die sich fast Alle nach 23.00 Uhr so scheiße?
Auch hier greifen monokausale Erklärungen wohl kaum.
Interessant in diesem Zusammenhang finde ich ein Zeitungsartikel, den ich vor einigen Jahren las. Darin ging es um reiche Chinesen die nach Deutschland kommen um mal mit 250km/h über die Autobahn zu jagen. Einfach weil es hier erlaubt ist.
Soweit ich weiß wurde das öffentliche Trinken in Spanien verboten weil die Problem dort zu groß wurden. Auch in der USA sind öffentliche Saufgelage in unserer Form meines Wissens nach nicht vorstellbar. England? Ne, so nicht. …..
Naja, in der Bananenrepublik Deutschland wo die Regierung nicht fähig ist das Rauchen in Kneipen zu verbieten, können wir wohl noch lange warten bis sich was in Punkto Saufen auf der Straße tut.
Bis dahin treffen sich die Touristen, die es Zuhause nicht dürfen, mit den Berliner Jugendlichen, die dem altersbedingt Bedürfnis nach Scheißesein nachgeben, weiterhin auf unserer Brücke um dort “Crazy Berlin” zu geniessen.
Der Wetterbericht verkündete Gewitter,
ich wünsche allen eine erholsame und gute Nacht
Heiko
PS: Andreas, Mietminderung ist etwas unrealistisch, aber man könnte alle Wohnungen in Büros umwandeln, dann ist es hier bald so toll wie am Potsdamer Platz und die Brückenbenutzer haben Nachts endlich ihre Ruhe.
Andreas on 23 Jul 2010 at 11:31 am #
@Heiko,
Auch ich bin der Auffassung, dass das Problem nicht monokausal zu lösen ist. In letzter Konsequenz ist es der Zerfall von übergeordneten Strukturen.
Wir leben heute in einer “Lego-Gesellschaft”, die die Strukturen zersplittert und alles kombinierbar macht, ohne Fähigkeit eine neue übergeordnete Wertigkeit zu finden. Es gibt keine nennenswerte Instanz die allgemein anerkannte Rahmenbedingungen durchsetzen kann.
Das Problem ist, dass in solchen unbestimmten Räumen das “Recht des Stärkeren bzw. der Ignoranz ” kurzfristig besser greift, wie auch immer dieses “Recht” in Erscheinung tritt, und es auf breiter Front zu Verwahrlosungstendenzen kommt.
Andreas
Heiko on 27 Jul 2010 at 3:18 pm #
@Andreas,
Hallo Andreas, dem kann ich uneingeschränkt zustimmen.
Auch wenn mir der Ruf nach Staatsgewalt und Gesetzen eher zuwider ist, glaube ich nicht, dass man hier auf die Einsicht der Verursacher hoffen kann.
Wer mit 80km/h durch eine 30er Zone fährt muss mit dem Verlust seines Führerscheines rechnen. Wer Nachts in einem Wohngebiet herum schreit muss mit gar Nichts rechnen.
Ob sich eine “Leitkultur” des respektvollen Miteinanders von Alleine durchsetzt wage ich zu bezweifeln. Aber nun driften wir etwas vom Thema ab, ….
lg
Heiko
Tanja on 02 Aug 2010 at 5:11 pm #
Hallo zusammen,
ich habe heute morgen den Bericht zur Brückenproblematik (Warschauer Strasse und Admiralsbrücke) im SAT 1 Frühstücksfernsehen gesehen. Ich denke, daß nur durch entsprechenden medialen Druck etwas passieren wird. Auch ich bin Anwohnerin und ich habe das Gefühl, dass so langsam etwas ins Rollen kommt. Es müssen noch sehr viel verstärkter die Medien in diese Problematik einbezogen werden. Wichtig ist natürlich immer die gute Story.Mallorca ade! Unsere Hauptstadt ist der neue Ballermann Europas! Ich kann mir nicht vorstellen, dass überregionale oder sogar internationale Median an so etwas nicht interessiert sind….also ran an Hürryet, Stern, Financial Times, Focus, etc….
Tanja on 16 Aug 2010 at 5:02 pm #
Hallo zusammen,
leider konnte ich am zweiten Runden Tisch nicht teilnehmen. Gibt es Neues zu berichten? Auch im Hinblick auf den Besuch Wowereits?
LG, Tanja
Admiralkiez on 17 Aug 2010 at 7:02 pm #
@@ Tanja
Ich fasse gerade ein paar Stichpunkte dazu zusammen, kommt heute oder morgen auf die Webseite!
Heiko on 08 Dec 2010 at 2:56 pm #
Hi,
kann man die prämierten Vorschläge des Ideenwettbewerbes auch irgendwo in Gänze einsehen?
Habe bisher nichts finden können.
lg
Heiko
Alexander on 02 Apr 2011 at 11:09 pm #
Samstag um 22:45 und Berlin von seiner übelsten Seite. Statt lebendigem Treiben auf einer Brücke haben wir dort nun eine dicke Polizeipräsenz, die den Aufenthalt für jedermann unerträglich macht. Vielen Dank an die Verantwortlichen für diese asoziale Lösung. Es ist so erbärmlich.
Adrian on 12 Aug 2011 at 4:28 pm #
Ich habe vor kurzen in einem Artikel des Nord-Berliners gelesen, dass auch der Wedding langsam solche Umtriebe wie Kreuzberg entwickelt. Lieder ist die Homepage von denen nicht gerade sehr aktuell, oder sogar vorhanden. Weiß jemand noch andere Quellen, in denen man sich über den Norden Berlin informierne kann?